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Preis der Heidelberger Autorinnen und Autoren

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger

2022: Dennis Mizioch

In feierlich-ungezwungener Atmosphäre wurde Dennis Mizioch am 7. Juli 2022 im Hilde-Domin-Saal der Stadtbücherei Heidelberg der "Preis der Heidelberger Autor:innen" 2022 verliehen. Gerahmt durch musikalische Beiträge, ging der symbolischen Scheckübergabe des Preisgelds durch Mitarbeiter:innen der Alnatura-Filiale in der Heidelberger Weststadt die Laudatio durch Jurymitglied Charlotte Döhrmann voraus, im Anschluss las der Preisträger 2022 aus seiner prämierten Kurzprosa "Lack" und "Instabil!".  

Preisträger Dennis Mizioch beim Lesen seiner prämierten Kurzprosa im Rahmen der Preisverleihung 2022.

Auszug aus der Pressemitteilung des Heidelberger Autor:innen-Netzwerks zur Preisverleihung an Dennis Mizioch:

"Der Preis der Heidelberger Autor:innen geht in diesem Jahr an Dennis Mizioch. [...] Ausgezeichnet werden seine beiden eingereichten Kurzprosatexte „Lack“ und „Instabil!, die die Jury aufgrund ihrer narrativen Stringenz und der Erkundung des lexikalischen sowie syntaktischen Potenzials überzeugten. Subtil, humorvoll und ernsthaft zugleich zeichnet „Lack“ das Nuancenreichtum zwischenmenschlicher und intergenerationaler Dynamik und schafft feinfühlig ein kaleidoskopisches Portrait einer Männerfreundschaft sowie einer Vater- Sohn-Beziehung. „Instabil!, in dessen Rhythmus und Leichtigkeit die Ahnung von Explosivität mitschwingt, fängt wiederum die Schnelllebigkeit und Simultanität des modernen Lebens ein."

Dennis Mizioch, 1992 in Karlsruhe geboren, derzeit Lehrer am Elisabeth-von-Thadden-Gymnasium für Deutsch und Chemie, schreibt seit 2008 Lyrik und Prosa. Als Mitmoderator des Deutschen Schriftstellerforums organisierte er Schreibwettbewerbe und förderte kreatives Schreiben. Ferner ist er Mitbegründer des Heidelberger Literaturkreises echolot, des Literaturkollektivs semikolon und Mitglied der Darmstädter Textwerkstatt. Dennis Mizioch war Merck-Stipendiant und 2021 Finalist des Literarischen März sowie Dritter Preisträger des Gustav-Adolf-Bähr-Förderpreises.

2021: Şafak Sarıçiçek (Lyrik)

Preisträger 2021: Şafak Sarıçiçek (Foto: privat)

Ausgezeichnet wurde Şafak Sarıçiçek für die drei Gedichte „Narbe“, „Sammlung Prinzhorn“ und „Brachycera“, die der Jury aufgrund ihrer dichten Textur, Sprachgewalt und evokativen Tiefe ins Auge gefallen sind.

Am Abend des 7. Juli 2021 nahm Şafak Sarıçiçek den Preis im Hilde-Domin-Saal der Stadtbücherei Heidelberg aus den Händen der Vertreter:innen des Stifters des Preisgeldes, der Alnatura-Filiale in der Heidelberger Weststadt, entgegen. Die Laudatio hielt PD Dr. Björn Hayer vom Institut für Germanistik der Universität Koblenz-Landau. Im Anschluss kam das Publikum der Preisverleihung noch in den Genuss des Live-Vortrags der ausgezeichneten sowie jüngst erschienenen Werke durch den Preisträger. Musikalisch gerahmt wurde die von Kristin Peschutter und Klaudia Rzezniczak moderierte Preisverleihung durch Cornelius Reinsberg am Flügel.

Şafak Sarıçiçek, 1992 geboren, studierte in Heidelberg und Kopenhagen Rechtswissenschaften und ist Mitbegründer des Literaturkollektivs Echolot. Er stand bereits 2019 auf der Shortlist des Preises und ist Preisträger des Interkulturellen Zentrums Heidelberg. Aktuell erscheint sein fünfter Gedichtband “Im Sandmoor ein Android” im Quintus-Verlag. Sarıçiçek engagiert sich aktiv für Poesie und Politik, so jüngst neben den Heidelberger Literaturtagen im Haus für Poesie, in der Akademie für Lyrikkritik und dem Poesiefestival Berlin. Er war Teilnehmer der Open Poems am Haus für Poesie in Berlin 2020 und 2021.

2019: Miriam Tag (Lyrik)

Miriam Tag (Foto: privat)

Der Preis der Heidelberger Autorinnen und Autoren 2019 ging an die Lyrikerin Miriam Tag. Ihre für den Preis eingereichten Gedichte sind in drei Anthologien veröffentlicht worden.

Auszug aus der Jury-Begründung:
"Die Gedichte von Miriam Tag bestechen durch Musikalität und Formbewusstsein. Es sind leicht schwingende, kurzzeilige Texte, die der Wirkung bildender Kunst nachgehen, oder komplexe »Formationen«,  die ein »Buch aus Blindheit« aufschlagen. Hier zeigt sich eine vielversprechende Stimme."

Miriam Tag lebte in Nepal, Thailand, Indien, Tibet, China, Russland, New York, San Francisco und vielerorts in Europa, seit 2001 insbesondere und immer wieder in Heidelberg. Studierte Philosophie, Erziehungswissenschaft, Germanistik, Politische Wissenschaft in Heidelberg, Berlin, Galway sowie Kreatives Schreiben und Performance in Stanford/Kalifornien. Promoviert zur „Herstellung globaler Themen“ an der Universität Luzern. Mutter eines Dreijährigen und einjähriger Zwillinge. Kunstprojekte (seit 2011), Performances (seit 2012), Landart-Workshops und Schreibwerkstätten (seit 2013). Mitglied im studentischen Dichterkreis Kamina (2012-2018). Jahresstipendiatin unternehmen lyrik 2012/13. Halbjahresstipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg 2015. Preis der Heidelberger Autorinnen und Autoren 2019 für Lyrik.

2018: Michail Krausnik (Prosa)

Michail Krausnick. (Foto: Christian Buck)

Der Schriftsteller Michail Krausnick erhält für seinen Roman "Weißer Bruder, Schwarzer Rock" den erstmals vergebenen Preis der Heidelberger Autorinnen und Autoren. Der 1943 in Berlin geborene Krausnick verarbeitet in seinem Roman Berichte seines Ururgroßvaters, der 1847 für einige Jahre als Indianermissionar nach Michigan geschickt wurde.
Aus 28 Einsendungen hat eine vierköpfige Vorbereitungs-Jury zunächst eine Longlist aus 18 Titeln und daraus die Shortlist aus 5 Prosatexten ermittelt. Der erste Preisträger wurde daraus von einer dreiköpfigen Jury ausgewählt. Diese Jury bestand aus der Schriftstellerin Marion Tauschwitz, dem Schriftsteller Salim Alafenisch und dem Professor Dr. Erik Schmid.

Begründung der Jury: „Überzeugt hat die Juroren das meisterliche Sprachhandwerk Michail Krausnicks, dem es gelingt, Historisch-Kulturellem mit sprachlichen Mitteln eine literarische Form zu geben. Der Autor wird zum Botschafter, zum Vermittler: sein klarer, teilnehmender, reflektierender und dramatisierender Blick fokussiert die Probleme einer Welt im Umbruch. Mit wechselnden Erzählperspektiven und behutsamer Sprachtransformation führt er zur Begegnung mit fremden Kulturen. Er öffnet so nicht nur den Blick auf die Erstbewohner Amerikas, sondern schlägt den Bogen zum Hier und Heute, indem er interkulturelle Fragen aufwirft: Fremdheit als Chance, das Engagement des Einzelnen, Rassismus. So bleibt Michail Krausnick aktuell, holt die Leser ins Zentrum des Geschehens und vermittelt spannenden Lesegewinn.“
 
Am Donnerstag, den 7. Juni fand im Hilde-Domin-Saal der Stadtbücherei Heidelberg die festliche Preisverleihung statt. Die Laudatio hielt der Mannheimer Verleger Ulrich Wellhöfer.
 
Mit dem Preis verbunden war eine honorierte Lesung im Programm der Heidelberger Literaturtage: Michail Krausnick las am Festivaldienstag, den 19. Juni 2018 im Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz.