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Trans*Aktionswochen Rhein-Neckar

Es ist wieder soweit! Auch 2020 finden in Heidelberg und Mannheim wieder die Trans*Aktionswochen statt, die den International Transgender Day of Remembrance am 20. November umrahmen. Während der Transgender Day of Remembrance auf trans*phobe Gewalt und Diskriminierung aufmerksam macht, zielen die Trans*Aktionswochen als Ganzes auf Sichtbarkeit, Aufklärung und Empowerment.

Organisiert werden die Trans*Aktionswochen 2020 vom Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg in Kooperation mit der LSBTI-Beauftragung der Stadt Mannheim, dem Autonomen Queerreferat der Verfassten Studierendenschaft der Universität Heidelberg, dem Kulturhaus Karlstorbahnhof, PLUS – Psychologische Lesben- und Schwulenberatung, dem Queer Festival Heidelberg, dem Jugendtreff Queer Youth, den sT*ars – der Jugendgruppe für trans Erwachsene zwischen 21 und Anfang 30, StudierendenRat der Universität Heidelberg und dem Transtreff Mannheim. Das Programm wird gefördert u.a. durch das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg und Mosaik Deutschland e. V. im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie die LSBTI-Beauftragung der Stadt Mannheim.

Es erwartet Euch ein tolles Programm mit Vortrag, Gedenkmarsch, Workshop, Konzert und Talk. Alle Veranstaltungen mit Ausnahme des Konzerts sind kostenfrei. Falls sich das Angebot an eine spezielle Zielgruppe richtet, ist es ebenfalls vermerkt. Wir nehmen die aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen ernst. Das Konzert musste daher auf 2021 verschoben werden. Beim Gedenkmarsch wird sich an die aktuellen Hygienekonzepte gehalten. Wir bitten Personen mit zum Coronavirus passenden Krankheitssymptomen nicht teilzunehmen. Der Zugang ist barrierefrei. Alle weiteren Veranstaltungen finden nun online statt.

Programm Trans*Aktionswochen Rhein-Neckar 2020


Montag, 2. November 2020: Trans Studis nicht das Leben schwer machen – Best Practices an deutschen Unis: Vortrag mit Né Fink

18 Uhr
 
An der Universität Heidelberg gibt es momentan keinen Leitfaden bzw. kein einheitliches Vorgehen, an dem sich trans Studierende orientieren können, die ihren Vornamen oder Personenstand uni-intern ändern lassen möchten. Es bedarf Glück oder eines langen Atems, um eine angemessene Unterstützung seitens der Verwaltung zu erhalten.
Im Vortrag werden mögliche universitäre Maßnahmen zur Gleichstellung von trans Studierenden vorgestellt und „best practice“ Beispiele von deutschen Universitäten gegeben.
Gehalten wird der Vortrag von Né Fink. Né Fink ist beratend zu geschlechtlicher Vielfalt, Antidiskriminierung und Gleichstellung von trans Menschen tätig und hat unter anderem an der Georg-August-Universität Göttingen ein Projekt zur Unterstützung von trans Studierenden mit umgesetzt.
 
Online-Veranstaltung über Zoom: Der Link zur Veranstaltung wird auf den Webseiten des Queerreferats und von PLUS sowie auf Facebook geteilt.
Teilnahme kostenlos
Anmeldung nicht erforderlich
Zielgruppe Für alle offen. Der Vortrag richtet sich im speziellen an Studierende und Mitarbeitende der Universität Heidelberg, die die Situation vor Ort verbessern möchten. Andere Interessierte sind auch herzlich eingeladen!
Organisiert von dem Autonomen Queerreferat der Verfassten Studierendenschaft der Universität Heidelberg,PLUS. Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V und dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg


Freitag, 20. November 2020: Gedenkmarsch für die Opfer von Trans*phobie

18 bis 19.30 Uhr
 
Wir möchten auch gerade in diesem Jahr, das für viele trans* Menschen besondere Diskriminierungen mit sich brachte, ein sichtbares Zeichen gegen Trans*phobie setzen und Solidarität mit den weltweiten Opfern zeigen. Hierzu starten wir unseren Gedenkmarsch am Mannheimer Paradeplatz. Während des Gedenkmarsch bitten wir euch die aktuellen Hygienevorschriften zu beachten, Abstände einzuhalten und eure Masken zu tragen. Wer eine Trans*Pride-Flagge hat, möge diese gerne mitbringen. Von Parteiflaggen bitten wir abzusehen. Kerzen stellen die Organisator*innen. Dress-Code: Warme und dunkle Kleidung und Mund-Nasen-Schutz.
 
Startpunkt: Paradeplatz, 68161 Mannheim
Teilnahme kostenlos
Anmeldung nicht erforderlich
Zielgruppe Die Teilnahme ist offen für alle Menschen, die sich mit den Opfern von Trans*phobie solidarisieren möchten.
Der Veranstaltung liegt eine Kooperation des Transtreff Mannheim und der LSBTI-Beauftragung der Stadt Mannheim zugrunde.


Sonntag, 22. November 2020: Writing Gender? Ein Online-Schreibworkshop

14 bis 18 Uhr
 
In „Writing Gender“ geht es ums Schreiben abseits der binären Cis-Norm: Wie schreibe ich eigentlich eine gute Darstellung einer trans* Figur? Wie lässt sich über genderqueere und nichtbinäre Charaktere in deutscher Sprache schreiben? Wo verläuft die Grenze zwischen schädlichen Stereotypen und cis- bzw. straight-washing?
Wir werden uns fiktive und persönliche Texte zum Thema anschauen und besprechen – und natürlich auch selbst schreiben. In einigen Übungen werden wir z.B. die Einbindung von Neopronomen ausprobieren oder Geschlecht darstellen, ganz ohne auf gängige Begriffe oder Pronomen zurück zu greifen. Je nach Interesse der Teilnehmenden können wir auch darüber diskutieren, wer überhaupt über wen schreiben darf und an welches Publikum sich trans* und queere Texte richten können. Im Workshop können wir uns außerdem mit unserem eigenen Gender und Geschlechtsausdruck auseinandersetzen.
„Writing Gender“ richtet sich dabei nicht ausschließlich an trans*, nichtbinäre und inter* Jugendliche, sondern z.B. auch an (gendernonkonforme) cis Menschen oder Personen, die sich in einem Questioning-Prozess befinden.
 
Online-Veranstaltung über GoToMeeting
Teilnahme kostenlos
Anmeldung bis zum 19.11.2020 per E-Mail unter queer-youth-heidelberg@ib.de
Zielgruppe Space für schwule, lesbische, bi-, pan- und asexuelle, queere, trans*, inter* und nicht-binäre Jugendliche bis 24 Jahre.
Organisiert von Queer Youth


Dienstag, 24. November 2020: Ebow: Konzert (verschoben)

Corona-bedingt muss das Konzert auf 2021 verschoben werden.
 
Auf K4L (Kanak 4 Life), dem neuen Studioalbum von Ebow, dreht sich alles um Communities. In der Abkehr zu dem im Rap sooft überrepräsentierten Ego stiftet K4L seine Identität in der Familie (K4L), im Freundeskreis (Slang), der queeren Community (Butterflies) oder bei den gemeinsamen Erfahrungen der Migration (AMK). Obwohl diesmal im Gegensatz zum Vorgänger Komplexität alle Instrumentals aus der Feder von Producer walter p99 arke$tra stammen, gibt es auf K4L wieder Ebows Trademark-Style-Mix ohne Respekt vor Trends im deutschen Rap. Das Album beginnt mit dem in Zazaki verfassten kurdischen Gedicht Eren (Skit), das von Ebows Cousin gesungen wird, und endet mit dem feministischen Banger Schmeck mein Blut. Dazwischen gibt es old school, new school, Battlerap und R’n’B (OK, davon vielleicht ein bisschen mehr als sonst). Ebows textliche Palette ist ebenso breit gefächert zwischen Tagebuch und politischem Pamphlet. Ebow spielt mit unseren Erwartungen und verweigert sich jeder (nicht nur musikalischen) Kategorisierung. Ist es das was ihr Almans wollt / Einen Brudi der die Felgen rollt / Haare schwarz & am Nacken Gold / Ist es das was ihr Almans wollt?
Erstmals Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte Ebow durch Guerilla- Auftritte in Waschsalons, Supermärkten oder der Straßenbahn. Heute tritt die in Wien und Berlin lebende und arbeitende Künstlerin zwar auf konventionelleren Bühnen auf, ihre Message aber bleibt provokant und politisch. Solo, aber auch als Mitglied der Gaddafi Gals, rappt sie u.a. gegen Sexismus, Rassismus, Homo- und Trans*phobie, für eine offene, solidarische und gleichgestellte Gesellschaft. 2013 erschien ihr Debütalbum Ebow auf Disko B. Der Nachfolger Komplexität war im November 2017 ihr erstes Album auf Problembär Records und sollte inhaltlich und musikalisch der Diversität unserer Gesellschaft Rechnung tragen. Ihr neues Album K4L (VÖ 29.3.) widmet sich hingegen den Gemeinsamkeiten und jenen Dingen, die uns alle verbinden.

Ursprünglich bereits im Rahmen des Queer Festivals 2020 für Mai geplant, sollte das Konzert nun im Rahmen von Prêt à écouter und den Trans*Aktionswochen Rhein-Neckar 2020 stattfinden. Aufgrund der aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen ist dies leider nicht möglich.
 
Kulturhaus Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg
Zielgruppe Für alle offen.
Organisiert von Kulturhaus Karlstorbahnhof, präsentiert von Queer Festival Heidelberg


Mittwoch, 25. November 2020: Empowerment-Talk mit Ebow & Leyla Jagiella

19 Uhr

Am 25.11.2020 kommen die Rapperin Ebow und die trans* Ethnologin, queer-muslimische Aktivistin und freie Autorin Leyla Jagiella zusammen, um gemeinsam und mit dem Publikum über Empowerment zu sprechen, also über Strategien und Maßnahmen, die den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung im Leben von Menschen oder Gemeinschaften erhöhen sollen und es ihnen ermöglichen, ihre Interessen (wieder) eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten. This is not only a cis-man’s world anymore.

Der Talk sollte zunächst im Kulturhaus Karlstorbahnhof stattfinden. Die Veranstaltung kann aufgrund der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen nicht vor Ort durchgeführt werden.
 
Der Talk findet nun live über die Instagram-Kanäle von Ebow und dem Queer Festival Heidelberg statt.
www.instagram.com/ebow.mp3
www.instagram.com/queer.festival.heidelberg
Teilnahme kostenlos
Anmeldung nicht erforderlich
Zielgruppe Für alle offen.
Organisiert von Kulturhaus KarlstorbahnhofQueer Festival Heidelberg und dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg


Das komplette Programm der Trans*Aktionswochen Rhein-Neckar 2019 sowie weitere Informationen finden sich im Programmflyer zum Download. (3,232 MB) Eröffnet wurden die Trans*Aktionswochen 2019 mit einem Fachforum zur Verfolgungs- und Emanzipationsgeschichte lesbischer, schwuler, bisexueller, transsexueller, transgender, intersexueller und queerer (lsbttiq) Menschen im Rahmen des Aktionsjahrs 2019 „Für Akzeptanz & gleiche Rechte“, zu dem das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg zusammen mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg am 07. November 2019 einlädt. Weitere Informationen finden Sie im Programmflyer zum Download (417,6 KB).