Asiatische Tigermücke in Heidelberg
Die Asiatische Tigermücke breitet sich zunehmend weiter in Deutschland aus. Grund dafür sind steigende Temperaturen und der Klimawandel.Das Besondere: Die Tigermücke sticht bevorzugt tagsüber!
Werden keine Maßnahmen unternommen, kann die Asiatische Tigermücke zur Plage werden und die Lebensqualität erheblich mindern. Zudem gilt sie als Überträger gefährlicher tropischer Krankheitserreger wie dem Dengue- oder Chikungunyavirus. In Deutschland wurde eine lokale Übertragung bislang noch nicht nachgewiesen, während sie in Nachbarländern wie Frankreich und Italien bereits festgestellt wurde.
Als Kulturfolger kommt die Asiatische Tigermücke in Deutschland ausschließlich in der Nähe des Menschen vor und nutzt dabei verschiedene Wasseransammlungen wie z.B. Regentonnen, Untersetzer oder Eimer als Brutstätten. Gut zu wissen: Natürliche Gewässer wie z.B. Tümpel, Teiche, Bäche oder Überschwemmungsflächen sind KEINE Brutstätten der Asiatischen Tigermücke!
Die Stadt Heidelberg ruft dazu auf, alle möglichen Brutstätten der Asiatischen Tigermücke zu entfernen oder unschädlich zu machen (z.B. durch lückenloses Abdecken einer Regentonne). Nicht entfernbare Brutstätten oder solche die abgedeckt werden, können mit dem biologischen Mittel Bti behandelt werden, welches ausschließlich Mückenlarven abtötetet und für Pflanzen, Tiere und Menschen unschädlich ist. Zusätzlich können Nützlinge wie Hüpferlinge (kleine Krebse) eingesetzt werden, die die Larven der Tigermücke fressen. Für AnwohnerInnen der Stadt Heidelberg ist das Mittel Bti bei der Fachfirma ICYBAC sowie beim Ordnungsamt kostenlos erhältlich.
Merkmale von Tigermücken
- Circa sechs Milimeter groß (A)
- Schwarz-weiß gefärbt
- Fünf weiße Streifen an den Hinterbeinen (B)
- Das Ende der Hinterbeine ist weiß (C)
- Weißer Längsstreifen am Rücken des Vorderkörpers (D)
Die Asiatische Tigermücke ist von April bis Oktober aktiv. Mit einer Körpergröße von etwa 6 mm zählt sie zu den eher kleinen Stechmücken. Als standorttreue Art bewegt sie sich meist nur in einem kleineren Umkreis von maximal 150 bis 300 Metern. Ihr Name "Tigermücke" leitet sich von dem auffälligen schwarz-silberweisen Streifenmuster ab. Im Detail lässt sie sich anhand der oben aufgeführten Merkmale (A bis D) erkennen.
Trotz ihres auffälligen Aussehens wird die Asiatische Tigermücke manchmal mit anderen Stechmückenarten wie zum Beispiel der Japanischen Buschmücke oder einheimischen Ringelmücke verwechselt. Verdachtsfunde können unter report@icybac.de gemeldet werden.

