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Schreibtisch von Hilde-Domin findet seinen Platz im Morata-Haus

Nach den Sommerferien kann das Möbelstück besichtigt werden

Gruppe von Frauen und Männern vor einem Schreibtisch
Freuen sich, dass der Schreibtisch von Hilde Domin künftig im Morata-Haus ausgestellt wird (von links): Dr. Andrea Edel (Leiterin Kulturamt), Sabrina Schubert (Verwaltungsleitung Morata-Haus), Stefan Kaumkötter (Kulturamt), Marion Tauschwitz (Domin-Biografin und Nachlassverwalterin), Dr. Steffen Götze (Studienleiter am Morata-Haus), Prof. Dr. Sibylle Rolf (Kirchenrätin) und Monika Lehmann-Etzelmüller (Seminarleitung Predigerseminar Petersstift).

Zum heutigen Geburtstag von Hilde Domin am 27. Juli 2026 gibt es eine besondere Nachricht: Der Schreibtisch der Heidelberger Ehrenbürgerin und Dichterin wird nach den Sommerferien im Morata-Haus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Damit findet eine erfolgreiche Ausstellung ihren Fortgang: Anlässlich des 20. Todestages von Hilde Domin war im Februar und März 2026 eine Ausstellung des Kulturamtes zu Leben und Werk der Dichterin im Haus Cajeth zu sehen. Besonders die Präsentation ihres Arbeitszimmers mit dem Schreibtisch und zahlreichen persönlichen Gegenständen stieß auf große Resonanz. Die positive Aufnahme der Ausstellung im Allgemeinen und der Präsentation ihres Arbeitsortes im Besonderen hat dazu geführt, dass der Schreibtisch nun auch weiterhin öffentlich zugänglich bleibt.

Die Stadt Heidelberg freut sich über die Bereitschaft des Morata-Hauses, dem Schreibtisch künftig eine angemessene Präsentationsfläche zu geben und damit den testamentarisch verfügten Wunsch Hilde Domins zu erfüllen, ihren Schreibtisch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Tisch selbst erzählt ein Stück von Hilde Domins Lebensweg: Der spanische „mesa de campo“, den sie nach ihrer Rückkehr aus dem Exil auf dem berühmten Madrider Flohmarkt „Rastro“ erwarb, war über vier Jahrzehnte ihr Schreibtisch in Heidelberg. Das ursprünglich als Reise- und Feldmöbel gefertigte Stück wurde zu ihrem persönlichen Schreibort.
 
Für Hilde Domin und ihren Mann Erwin Walter Palm war das Morata-Haus nach ihrer Rückkehr aus dem Exil eine wichtige Anlaufstelle. Hier verband sie eine enge Freundschaft mit Hanna Grisebach, die im Haus ihr Graphisches Kabinett führte. Grisebach verschaffte Palm ein Stipendium, das die Rückkehr nach Deutschland erleichterte. Später kehrte Hilde Domin wiederholt zu Lesungen ins Morata-Haus zurück. Das zentral gelegene Morata-Haus (Neuenheimer Landstraße 2), unmittelbar gegenüber der Alten Brücke und getragen von der Evangelischen Landeskirche in Baden, bietet einen passenden Rahmen für dieses persönliche Zeugnis aus dem Leben der bedeutendsten Heidelberger Lyrikerin des 20. Jahrhunderts. Der Schreibtisch wird zusammen mit persönlichen Arbeitsutensilien präsentiert und kann nach den Sommerferien während der Öffnungszeiten des Morata-Hauses besichtigt werden.

Das Morata-Haus

Das Evangelische Studienseminar Morata-Haus bietet das Dach für das Theologische Studienhaus Heidelberg und das Predigerseminar Petersstift der Evangelischen Landeskirche Baden. Es trägt den Namen von Olympia Fulvia Morata, einer gelehrten Protestantin der Reformationszeit. Ihr Epitaph ist in der Heidelberger Peterskirche, der Universitätskirche, zu finden.

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