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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Landschafts- und Forstamt
Weberstraße 7
69120 Heidelberg
Telefon 06221 58-28000 und 58-28010
Fax 06221 64923-29

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Waldboden

Waldnaturschutz

Alle drei Aufgabenschwerpunkte des Waldes, die nachhaltige Nutzung, der Waldnaturschutz und die Erholung stehen gleichrangig nebeneinander. Jedoch werden in den verschiedenen Waldbereichen Schwerpunkte gesetzt, je nach den situativen Gegebenheiten. 

Natur- und Klimaschutz

Im Stadtwald mit ca. 3.300 Hektar Größe befinden sich 10 Hektar Naturschutzgebietsfläche welche unter besonderem Schutz stehen. Auch gibt es 171 Hektar welche als Schonwald festgelegt wurden. Diese Waldflächen dienen oftmals dem Schutz von seltenen Tier- und Pflanzenarten oder historischen Waldformen. Die hohe ökologische Wertigkeit und Biodiversität des Stadtwaldes zeigt sich daran, dass 170 Einzelflächen beziehungsweise 283 Hektar als Waldbiotope ausgewiesen wurden. Diese Flächen sind naturnahe und meist seltene Wallgesellschaften.

Der gesamte Wald ist Lebensraum für zahlreiche und seltene Tierarten wie zum Beispiel die Hohltaube, der Schwarzspecht oder die Bechsteinfledermaus. Auch kommen seltene Pflanzenarten wie die Mispel oder der Königsfarn vor.

Der Stadtwald gehört ebenso zum Landschaftsschutzgebiet „Bergstraße Mitte“ sowie zum UNESCO Geo-Naturpark „Bergstraße-Odenwald“ und dem Naturpark „Neckartal-Odenwald“. Knapp die Hälfte der Betriebsfläche liegen im Fauna-Flora-Habitat-gebiet „Kleiner Odenwald“. Als naturnaher Lebensraum ist der Stadtwald der größte zusammenhängende ökologische Ausgleichsraum der Region und erfüllt wichtige Funktionen als Erholungs- Boden-, Wasser- Klima- und Immissionsschutzwald.

Waldboden mit Steinen und Bäumen.

Altholz-, Habitatbaum- und Totholzkonzept

Im Stadtwald Heidelberg wird die Totholzkonzeption des Landes mit dem modifizierten Altholz-, Habitatbaum- und Totholzkonzept (AuT-Konzept) umgesetzt.

Als aktiver Beitrag zur Sicherung der Biodiversität im Wald und zur Verbesserung des Artenschutzes wurden/werden folgende Flächen ausgewiesen, die keiner Holznutzung unterliegen und ihrer natürlichen Entwicklung überlassen sind:

  • Waldrefugien
    Waldbestände von mindestens einem Hektar, welche auf Dauer eingerichtet sind und die natürliche Entwicklung und Zerfall der Waldfläche ermöglichen. Im Stadtwald sind 50 Waldrefugien mit einer Fläche von 184,5 Hektar ausgewiesen (5 Prozent der forstlichen Betriebsfläche).
  • Habitatbaumgruppen
    Im Stadtwald sind aktuell 284 Habitatbaumgruppen , Baumgruppen welche besondere Habitatstrukturen aufweisen, ausgewiesen. Abgestorbene Habitatbäume bleiben im Waldbestand liegen und Ersatzbaumgruppen werden ausgewiesen.
  • Totholz
    Der Vorrat an Totholz beträgt aktuell 90.233 Vfm, dies wurde mit Hilfe von Stichprobenmessungen ermittelt. Der Totholzvorrat ist seit 1997 um etwa 70% gestiegen.
Kammerforststeinbruch mit Bäumen

Jagdliches Aktivität für den Waldnaturschutz und Waldumbau

Die Waldfläche im Stadtkreis ist in 11 städtische Eigenjagdbezirke gegliedert und an private Jägerinnen und Jäger verpachtet. Sie unterstützen die Stadt Heidelberg in den Bemühungen um eine naturnahe Waldbewirtschaftung. Schwerpunkt ist die Jagd auf Rehwild in Forstkulturen und Schonungen, damit sich die Wälder natürlich verjüngen können und gleichzeitig die Artenvielfalt erhalten beziehungsweise erhöht wird. Ein weiteres Ziel ist eine dem Lebensraum angepasste Schwarzwilddichte, um mögliche Wildschäden zu minimieren.