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Visualisierungen bieten Eindruck von flexiblen Nutzungsmöglichkeiten

Zwei Visualisierungen geben jetzt einen Eindruck davon, wie der Große Saal der Stadthalle nach der Sanierung aussehen wird. Beide Bilder greifen die Perspektive der Zuschauer auf. Ein Motiv zeigt den Großen Saal mit ebenem Parkett, eines mit ansteigenden Sitzreihen. Beide Konstellationen sind künftig möglich, da sowohl die Zuschauerreihen als auch die Bühnenelemente auf Hubpodien gelagert werden.
 

Infos vor Ort
In einem Bauwagen am Haupteingang der Stadthalle werden montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr Pläne und mehr gezeigt. 

Fragezeichen. (Grafik: Stadt Heidelberg)

Oft gefragt
Häufige Fragen und Antworten zur Sanierung der Stadthalle. mehr dazu

Stadthalle im Frühling (Foto: Pellner)

Der Haupt- und Finanzausschuss des Gemeinderates hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 25. September 2019, mit großer Mehrheit die Maßnahmengenehmigung zum Sanierungskonzept des Büros Waechter + Waechter Architekten bestätigt. mehr dazu

OB Prof. Würzner dankt Großspendern für einzigartiges Engagement
Mehrere Großspender haben sich bereit erklärt, die Kosten für die Sanierung der Heidelberger Stadthalle in Höhe von voraussichtlich 28 Millionen Euro zu übernehmen. Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat am Freitagabend, 13. April 2018, im Rathaus den Großspendern seinen Dank für ihr enormes Engagement ausgesprochen.

Die Stadthalle in Heidelberg. (Foto: Stadt Heidelberg)

Stadthalle: Sanierung der „guten Stube“ Heidelbergs

Die Stadthalle bietet seit 1903 unterschiedlichsten Veranstaltungen in Heidelberg ein Zuhause. Das Kongresshaus am Neckar ist jedoch in die Jahre gekommen und wird aktuell umfassend im Inneren saniert. Der Haupt- und Finanzausschuss des Heidelberger Gemeinderats hat im September 2019 das Sanierungskonzept des renommierten Architektenbüros Waechter + Waechter aus Darmstadt mit großer Mehrheit bestätigt. Die Projektleitung hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft GGH. Die Arbeiten laufen bereits und liegen im Zeitplan. Die Wiedereröffnung ist für 2022 geplant.

Die Stadthalle mit ihrem historischen Ambiente wird sich in Zukunft auf ihre Stärken konzentrieren können: als gute Stube Heidelbergs, für Kultur auf internationalem Niveau genauso wie Nutzungen durch kulturelle Initiativen, Vereine und die Bürgerschaft. Zudem wird die Stadthalle mit abendlichen Empfängen eine ideale Ergänzung zum neuen Tagungszentrum bieten. Konferenzen und Tagungen ziehen dagegen künftig aus der Stadthalle in das neue Konferenzzentrum in der Bahnstadt.

Visualisierungen bieten Eindruck von flexiblen Nutzungsmöglichkeiten

Visualisierung des großen Saals der Stadthalle mit einem ebenen Parkett (Waechter und Waechter Architekten BDA/ Bloomimages)
Visualisierung des großen Saals der Stadthalle mit einem ebenen Parkett (Waechter und Waechter Architekten BDA/ Bloomimages)

Auf der Visualisierung ist zu sehen, wie der Große Saal mit einem ebenen Parkett genutzt werden kann. Der Boden verläuft dabei exakt auf der Höhe des heutigen Parketts. Dadurch sind auch nach der Sanierung weiter Tanzveranstaltungen, Abschlussbälle und Galaabende möglich. Der Veranstalter hat dabei sogar die Wahl, ob er die gesamte Grundfläche des Saals als ebene Fläche nutzt oder ob er so wie heute das flache Parkett mit einer Bühne kombiniert. Diese Möglichkeit gibt es, weil der gesamte Saalboden inklusive des Bühnenbereichs auf Hubpodien gelagert sein wird.

Visualisierung des großen Saals der Stadthalle mit abgestuften Sitzreihen (Waechter und Waechter Architekten BDA/ Bloomimages)
Visualisierung des großen Saals der Stadthalle mit abgestuften Sitzreihen (Waechter und Waechter Architekten BDA/ Bloomimages)

Die zweite Visualisierung zeigt die Konstellation mit abgestuften Sitzreihen. Die hinteren Sitzreihen werden über Hubböden um circa 50 Zentimeter angehoben, die Reihen davor und die Bühne werden gesenkt. Das hat zwei Vorteile: Zuschauer haben eine bessere Sicht auf die Bühne. Und das Raumvolumen wird größer. Beides verbessert die Akustik. Seitliche Wandflächen im Parkett erhöhen das Klangerlebnis weiter und schaffen für die Zuhörerinnen und Zuhörer die Wahrnehmung, „sich vom Klang umhüllt zu fühlen“. 

Ein Akustik-Gutachten (2,5 MB) hat gezeigt, dass diese Konstellation die beste Akustik in der Stadthalle ermöglicht.

Beide Visualisierungen zeigen zudem, dass das Architekturbüro den Großen Saal an mehreren Stellen wieder näher an den historischen Originalzustand führt. So wird beispielsweise eine nachträglich eingebaute Zwischenwand hinter der Bühne entfernt. Der Saal bekommt damit wieder seine ursprüngliche Proportion. Außerdem wird das historische Geländer vor der Orgel frei gelegt. Es ist wesentlich filigraner als die später überbaute Holz-Version. Die Visualisierungen geben damit den jüngsten Planungsstand wider.

Die Bühne kann wie bislang in verschiedenen Größen angeboten werden. Auch bei der größten Variante verläuft der vordere Bühnenrand an der bisherigen Stelle. Veranstalterinnen und Veranstalter, die die Stadthalle bespielen, begrüßen die flexible Nutzung – vom Philharmonischen Orchester über den „Heidelberger Frühling“ bis hin zum Jugendtanztag.
 
Die historische Bausubstanz der Stadthalle wird durch die Sanierung ertüchtigt und in vielen Bereichen wieder freigelegt. Erstmals werden künftig alle Säle auch barrierefrei zugängig sein.

In luftiger Höhe: Die zur Sanierung der Kongresshaus Stadthalle Heidelberg gehen weiter. Eine Fachfirma untersuchte kürzlich mit einem Hubsteiger in rund zwölf Metern Höhe die Decke im Großen Saal auf ihre Struktur und Tragfähigkeit. In dieser Woche werden zudem die verbliebenen Stühle auf der Empore ausgebaut und eingelagert. Wer sich selbst vor Ort einen Eindruck machen möchte, hat am 9. Januar um 18 Uhr wieder die Gelegenheit: Dann erläutert Heidelberg Marketing um 18 Uhr bei einer Führung den Sanierungsbedarf und die geplanten Arbeiten. Anmeldung per E-Mail an sekretariat@heidelberg-marketing.de. Zudem bietet ein Bauwagen vor dem Haupteingang montags bis freitags, 10 bis 17 Uhr, Infos zur Sanierung.

Hervorragende Bedingungen für vielfältige Nutzungen

Durch die Sanierung wird sich die Stadthalle wieder stärker an den Originalzustand annähern. Es entsteht eine erheblich verbesserte Konzertsituation für Publikum und Künstler. Die Stadthalle wird damit zu der dringend notwendigen, adäquaten Spielstätte für die Konzertveranstaltungen in der Stadt, vor allem aber auch für den Heidelberger Frühling. Das Festival ist mit rund 130 Veranstaltungen und rund 48.000 Besuchern eines der größten Konzertfestivals Deutschlands.

Für das Hausorchester der Stadt, das Philharmonische Orchester, wird die Stadthalle ebenso hervorragende Bedingungen bieten wie auch für die vielen kulturellen Initiativen und Vereine, etwa beim Jugendtanztag oder den gesellschaftlichen Bällen, Festen und Empfängen.

Elias Grandy. (Foto: Felix Broede)

Elias Grandy, Generalmusikdirektor, Theater und Orchester Heidelberg: „Es ist ein großes Glück für unsere Stadt, dass es dank der großzügigen Spenden von Wolfgang Marguerre und anderen Unterstützern möglich wird, die Stadthalle als Konzertsaal aufzuwerten. Durch die fahrbaren Podien werden endlich alle Zuschauer im Parkett das gesamte Orchester sehen und hören können. Zumal der Entwurf von Waechter & Waechter die Möglichkeit bietet, die Stadthalle nach wie vor für verschiedene Veranstaltungsarten, wie beispielsweise Bälle, zu nutzen.“

  • Untersuchung des Fundaments der Stadthalle (Foto: Stadt Heidelberg)
    Im Keller der Stadthalle wurde das Fundament untersucht.
  • Kellergang der Stadthalle (Foto: Stadt Heidelberg)
    Bei der Führung durch die Kellerräume wird die Enge deutlich.
  • Untersuchungen der Empore (Foto: Stadt Heidelberg)
    Auch auf der Empore haben bereits Untersuchungen des Fundaments begonnen.
  • Portikus der Stadthalle (Foto: Stadt Heidelberg)
    Der Portikus soll verglast werden. Dadurch öffnet sich die Stadthalle zum Neckar hin.

Flexibilität durch Hubböden

Die unterschiedliche Nutzung der Stadthalle wird unter anderem durch den Einbau von Hubböden gewährleistet. Damit sind sowohl ansteigende Sitzreihen möglich als auch eine durchgehende Ebene. Die Bedürfnisse bisheriger Veranstaltungen werden dabei genauso berücksichtigt wie die Ansprüche künftiger Events. Die Besucherinnen und Besucher werden auf den Sitzplätzen eine bessere Sicht auf die Bühne erhalten und von einer deutlich verbesserten Akustik profitieren. 

Das hat das Akustikgutachten des renommierten Büros Müller-BBM betont. Die Verbesserungen beruhen auf sieben Maßnahmen – von der Schaffung eines ansteigenden Parketts bis zu Vergrößerungen von Raumvolumen und Bühnenfläche. Die Maßnahmen führen nur im Verbund zu den gewünschten Verbesserungen und einem sehr guten Konzertsaal. Insbesondere durch ansteigende Sitzreihen und seitliche Wandflächen im Parkett wird für die Besucherinnen und Besucher das Klangerlebnis gesteigert sowie die Wahrnehmung, „sich vom Klang umhüllt zu fühlen“.

Uschy Szott (Foto: Floreani)

Uschy Szott, Haus der Jugend, Leiterin des Jugendtanztages: „Jugendtanztag und Stadthalle Heidelberg sind seit über 30 Jahren verbunden. Für die meisten Tänzerinnen und Tänzer bleibt ein Aufritt auf dieser Bühne in lebenslanger Erinnerung. In dem bisher sehr offenen Austausch über die Neugestaltung der Stadthalle wurden Anregungen und Kritik berücksichtigt. So wurde eine Zentralbühne sofort verworfen, als mehrere Nutzer eine Frontalbühne forderten. Besonders freuen wir uns auch auf Verbesserungen hinter den Kulissen.“

Das Sanierungskonzept wurde in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg, Heidelberg Marketing als Betreiberin der Stadthalle, einem Nutzerkreis und der Denkmalschutzbehörde des Landes erarbeitet. Der Kostenrahmen beträgt 32,9 Millionen Euro. Der Heidelberger Unternehmer Wolfgan Marguerre hat seine Bereitschaft erklärt, bis zu 33 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen. 

Die Sanierung wird zudem von folgenden namhaften Persönlichkeiten unterstützt: Dr. Manfred Lautenschläger, Dr. Jobst Wellensiek, Prof. Dr. Dietrich Götze, Dr. Renate Keysser-Götze, Günter Reimann-Dubbers und Achim Wessendorf.

Thorsten Schmidt. (Foto: Nikolaj Lund)

Thorsten Schmidt, Intendant „Heidelberger Frühling“: „Mit der Beauftragung eines Akustikgutachtens aus dem weltweit agierenden Hause Müller-BBM hat man sich für die Sanierung der Stadthalle eine der renommiertesten Adressen ausgesucht. Ich bin glücklich, dass so nun die Voraussetzungen für ein hochkarätiges Konzerterlebnis mit der Sanierung dieses weiterhin wunderschönen Saals unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes für alle Musikbegeisterten optimiert werden können – für Auge und Ohr.“

So geht es weiter

Die Stadthalle ist seit Anfang August 2019 geschlossen. die Arbeiten laufen bereits und liegen im zeitplan. Die Stadthalle soll im Jahr 2022 wiedereröffnet werden.

Parallel dazu wird auch das neue Konferenzzentrum in der Bahnstadt gebaut. Die Synergien und das Vermarktungspotenzial beider Häuser soll ab Betriebsbeginn des Konferenzzentrums optimal genutzt werden. Die städtische Heidelberger Kultur- und Kongressgesellschaft mbH (HKK) wird den Betrieb der Stadthalle im Einklang mit dem neuen Konferenzzentrum übernehmen.

Weitere Infos

Alle Pressemitteilungen im Überblick

Präsentation Akustikgutachten Müller-BBM (2,5 MB)

Präsentation Waechter + Waechter Architekten (11,747 MB)

Klarstellung zu Offenem Brief
Derzeit sammelt die Initiative „Konzertfreunde der Stadthalle“ Mit-Unterzeichner für einen Offenen Brief. Heidelberg Marketing stellt in einer Antwort an die Initiatoren der Initiative klar: Der Brief und ein ergänzendes Infoschreiben enthalten eine ganze Reihe falscher Aussagen und damit ungerechtfertigter Vorwürfe. Zur Klarstellung (359,6 KB)