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Teaserbild Newsletter Wirtschaftsförderung (Foto: Diemer)

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Das Heidelberger Handwerk stellt sich vor – Der Barbier

Bogdan Szkudlarek ist seit fast 20 Jahren in Heidelberg und arbeitete bei verschiedenen Friseur-Salons. Doch sein Traum war schon immer einen eigenen, authentischen Barber-Shop zu betreiben. Diesen erfüllte er sich im September 2018 mit der Eröffnung seines Barber-Shops „Golibroda der Barbier“ in Rohrbach.

Erster Haarschnitt mit 12 Jahren

Bogdan Skudlarek in seinem Barber-Shop in Rohrbach (Foto: Manuel Reinhardt).
Bogdan Skudlarek in seinem Barber-Shop in Rohrbach (Foto: Manuel Reinhardt).

Die Leidenschaft zu seinem Beruf erkannte er schon in seiner Kindheit: Das erste Mal betrat er als siebenjähriger Junge einen Barber-Shop in Polen und war sofort fasziniert von dem Ambiente, den er als „Gentlemen Style der 40er Jahre“ bezeichnet. Nach dieser Erfahrung ging er, anstatt Fußball zu spielen, nun oft nach der Schule zum Barbier - um das Ambiente zu genießen und den Barbieren bei der Arbeit zuzusehen. Hier waren alle gleich, egal zu welcher gesellschaftlichen Schicht sie angehörten.

Mit zwölf dufte er zum ersten Mal selbst Haare schneiden und bereits seit seinem 14. Lebensjahr half er regelmäßig im heimischen Barber-Shop aus. Einige Zeit später folgte die Ausbildung als Herren- und Damenfriseur.

Der Weg in die Selbstständigkeit

Die ersten Schritte zum eigenen Shop - insbesondere die Planungs- und Vorbereitungszeit - empfand er als sehr anstrengend. Er musste viel Zeit und Energie investieren, um beispielsweise notwendige Genehmigungen zu erhalten oder seinen Berufsabschluss anerkennen zu lassen. Insgesamt hat diese Phase knapp drei Jahre gedauert. Zur Unterstützung wand er sich an einen privaten Berater, doch leider konnte ihm dieser nicht wie gewünscht helfen. Schließlich nahm er Kontakt mit der Stadt Heidelberg auf. Durch das Beraternetzwerk der Mittelstandsoffensive vermittelte die Wirtschaftsförderung geeignete Partner. Die Unterstützung durch Stadt und Handwerkskammer habe ihm sehr bei dem weiteren Weg geholfen.

Aber auch die Zeit nach Eröffnung verlangte einiges von ihm ab: Alles drehte sich nur um den Laden. Krankschreiben oder einen Tag daheim bleiben ging nicht, darüber hinaus mussten an freien Tagen Amtsgänge erledigt werden. Auch für das private Umfeld war dies eine Belastungsprobe.

Der Barber-Shop in Heidelberg

Seinen Barber-Shop baute er anhand der Erinnerungen seiner Jugend nach, um dieses Lebensgefühl auch nach Heidelberg zu bringen: Erkennungszeichen von Bogdan Szkudlarek ist zum einen der gezwirbelte Oberlippen-Bart und andererseits das besondere Ambiente und die außerordentliche Hingabe mit der er die Kunden bedient, denn: Für jeden Kunden nimmt er sich mindestens 45 Minuten Zeit (Herrenhaarschnitt), ein Bartschnitt dauert in der Regel eine Stunde. Er hat dabei für sich den Anspruch an perfektes Ergebnis und ein rundum authentisches Erlebnis. Dazu läuft im Hintergrund Jonny Cash oder anderer Rock `n Roll, es werden Getränke gereicht und es herrscht eine sehr lockere Atmosphäre.

Und dies kommt gut an: „Das authentische Gesamtkonzept zusammen mit der hohen Qualität der Arbeit führen dazu, dass Kunden die einmal da waren, in der Regel auch wiederkommen - und dass sogar aus Berlin.“, berichtet Szkudlarek. In Zukunft möchte er sich zur Unterstützung einen neuen Mitarbeiter suchen, hierfür sei es im Moment aber noch zu früh. Erst einmal möchte er sich selbst in verschiedenen Techniken weiterbilden und Schulungen besuchen.

Heidelberg ist stolz auf seine Handwerker. Möchten auch Sie Ihr Unternehmen vorstellen? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an mittelstandsoffensive@heidelberg.de.