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Ukrainische Autorinnen und Autoren formulieren „Worte im Widerstand“

Kooperation der UNESCO-Literaturstädte Lwiw, Odessa und Heidelberg

Mit der Aktion „Worte im Widerstand. Stimmen ukrainischer Autor:innen in Zeiten des Krieges“ erhalten Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus den UNESCO-Literaturstädten Lwiw und Odessa auf Initiative der Leiterin des Kulturamtes Heidelberg, Dr. Andrea Edel,  ein Forum, um ihre Gedanken und ihre aktuelle Situation in knappen Worten einem deutschen wie auch internationalen Publikum mitzuteilen: Eigens entstandene literarische Zitate und persönliche Statements von insgesamt zehn Autorinnen und Autoren wurden von ukrainischen Übersetzerinnen und Übersetzern aus dem Ukrainischen ins Deutsche und Englische übertragen. Die von der Literaturstadt Heidelberg finanziell honorierten Texte werden sukzessive ab Samstag, 14. Mai 2022, auf www.cityofliterature.de sowie in den sozialen Medien Facebook und Instagram veröffentlicht und über weitere städtische Kanäle sowie im Netzwerk der UNESCO-Literaturstädte international geteilt. Auf Vorschlag von Kulturbürgermeister Wolfgang Erichson ist beabsichtigt, die Texte auch in gedruckter Form, etwa als Postkartenblock, herauszugeben, der gegen eine Spende zugunsten der Ukraine erhältlich sein soll.

Die literarischen Stimmen aus Lwiw stammen von Halyna Kruk, Anastasiia Levkova, Olha Povoroznyk, Grigory Semenchuk und Petro Yatsenko. Aus Odessa sind Olena Andreichykowa, Vladislava Ilinska, Ganna Kostenko, Evgenia Krasnoyarowa und Anna Streminskaya beteiligt. Die Übersetzungen ins Englische nahmen Olena O’Lear (Lwiw) und Yevhenii Zavolinkovskyi (Odessa) vor, ins Deutsche übertrugen die Texte Olga Kovalenko und Stefaniya Ptashnyk (beide Heidelberg). Der Heidelberger Autor Ralph Dutli unterstützte die Aktion durch das Lektorat der deutschen Übertragungen.

„Der kriegerische Überfall auf die Ukraine wurde auch in Heidelberg mit großer Solidarität und beeindruckender Hilfsbereitschaft nicht nur seitens der Stadtverwaltung, sondern vor allem auch seitens der Bürgerinnen und Bürger beantwortet. In diesen unmenschlichen Zeiten des Krieges ist es wichtiger denn je, dass wir alle Möglichkeiten und Kanäle nutzen, um von Unfreiheit und Tod bedrohten Mitmenschen eine Stimme zu geben und ihnen unsere Hilfe anzubieten“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und ergänzt: „Es ist gut, dass Heidelberg auch seine Verbindungen im Netzwerk der UNESCO Cities of Literature hierzu einbringen kann. Gerade Künstlerinnen und Künstler in der Ukraine sind in ihrer Meinungsfreiheit durch die russische Aggression bedroht und aktuell oftmals ohne Einkommen. Zudem müssen wir bei aller Solidarität unbedingt den Gedanken und Zeugnissen der Opfer des Angriffskrieges selbst unsere Aufmerksamkeit widmen, wozu die Aktion ‚Worte im Widerstand‘ beitragen kann.“

Kultureller Austausch stärkt die Beziehungen

Seit der russischen Annexion der Krim ruht die offizielle Städtepartnerschaft zwischen Heidelberg und Simferopol. Mit zwei ukrainischen Städten ist der kulturelle Austausch jedoch sehr aktiv: Im internationalen Netzwerk der UNESCO Cities of Literature kooperiert Heidelberg als UNESCO-Literaturstadt mit den ukrainischen Literaturstädten Lwiw und Odessa, die – wie Heidelberg 2014 – in den Jahren 2015 beziehungsweise 2019 in das Netzwerk aufgenommen worden sind. So waren Heidelberger Kulturschaffende in Lwiw zu Messen und Festivals zu Gast. Akteure der ukrainischen Literaturszene waren wiederum auf Einladung der Literaturstadt Heidelberg im Rahmen des Stückemarkts 2018 mehrere Tage in Heidelberg zugegen, um sich mit der hiesigen Literaturszene und dem Publikum auszutauschen. Jährlich stattfindende Konferenzen und Arbeitstreffen haben bereits existierende Beziehungen im Literatursektor zwischen Heidelberg und den beiden ukrainischen Städten seit 2015 zusätzlich gestärkt. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine kommt diesen Beziehungen nochmals eine besondere Bedeutung hinzu, um nach Möglichkeit Solidarität und Hilfe auch im kulturellen Bereich zu erwirken.

Die Veröffentlichungen zu „Worte im Widerstand. Stimmen ukrainischer Autor:innen in Zeiten des Krieges“ erscheinen ab Samstag, 14. Mai 2022, täglich neu über einen Zeitraum von zehn Tagen auf www.cityofliterature.de sowie auf www.facebook.com/LiteraturstadtHeidelberg und www.instagram.com/unescocreativecityheidelberg.