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OB Prof. Würzner dankt Großspendern für einzigartiges Engagement
Mehrere Großspender haben sich bereit erklärt, die Kosten für die Sanierung der Heidelberger Stadthalle in Höhe von voraussichtlich 28 Millionen Euro zu übernehmen. Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat am Freitagabend, 13. April 2018, im Rathaus den Großspendern seinen Dank für ihr enormes Engagement ausgesprochen.

Die Stadthalle in Heidelberg. (Foto: Stadt Heidelberg)

Stadthalle: Sanierung der „guten Stube“ Heidelbergs

Die Stadthalle bietet seit 1903 unterschiedlichsten Veranstaltungen in Heidelberg ein Zuhause. Das Kongresshaus am Neckar ist jedoch in die Jahre gekommen und wird ab voraussichtlich Mitte 2019 für zwei Jahre umfassend im Inneren saniert. Der Haupt- und Finanzausschuss des Heidelberger Gemeinderats hat im März 2018 dem Sanierungskonzept des renommierten Architektenbüros Waechter + Waechter aus Darmstadt mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Stadthalle mit ihrem historischen Ambiente soll sich in Zukunft auf ihre Stärken konzentrieren können: als gute Stube Heidelbergs, für Kultur auf internationalem Niveau genauso wie Nutzungen durch kulturelle Initiativen, Vereine und die Bürgerschaft. Zudem soll die Stadthalle mit abendlichen Empfängen eine ideale Ergänzung zum neuen Tagungszentrum bieten. Konferenzen und Tagungen ziehen dagegen künftig aus der Stadthalle in das neue Konferenzzentrum in der Bahnstadt.

Hervorragende Bedingungen für vielfältige Nutzungen

Durch die Sanierung wird sich die Stadthalle wieder stärker an den Originalzustand annähern. Es soll eine erheblich verbesserte Konzertsituation für Publikum und Künstler entstehen. Die Stadthalle würde damit zu der dringend notwendigen, adäquaten Spielstätte für die Konzertveranstaltungen in der Stadt, vor allem aber auch für den Heidelberger Frühling. Das Festival ist mit rund 130 Veranstaltungen und mehr als 46.000 Besuchern eines der größten Konzertfestivals Deutschlands.

Für das Hausorchester der Stadt, das Philharmonische Orchester, würde die Stadthalle ebenso hervorragende Bedingungen bieten wie auch für die vielen kulturellen Initiativen und Vereine, etwa beim Jugendtanztag oder den gesellschaftlichen Bällen, Festen und Empfängen.

Flexibilität durch Hubböden

Die unterschiedliche Nutzung der Stadthalle soll unter anderem durch den Einbau von Hubböden gewährleistet werden. Damit sind sowohl ansteigende Sitzreihen möglich als auch eine durchgehende Ebene. Die Bedürfnisse bisheriger Veranstaltungen werden dabei genauso berücksichtigt wie die Ansprüche künftiger Events. Die Besucherinnen und Besucher sollen auf den Sitzplätzen eine bessere Sicht auf die Bühne erhalten und von einer deutlich verbesserten Akustik profitieren. Alle Umbauten beschränken sich auf die Innenräume. Die Fassade der Stadthalle bleibt unverändert.

So geht es weiter

Die Sanierung wird durch einen Initiativkreis unterstützt, der sich aus der Gruppe der Mäzene und Sponsoren des Musikfestivals „Heidelberger Frühling“ gebildet hat. Mehrere Großspender haben sich bereit erklärt, die Kosten für die Sanierung der Stadthalle in Höhe von voraussichtlich 28 Millionen Euro zu übernehmen. Die Großspender sind Wolfgang Marguerre, Dr. Manfred Lautenschläger, Dr. Jobst Wellensiek, Prof. Dr. Dietrich Götze, Dr. Renate Keysser-Götze, Günter Reimann-Dubbers und Achim Wessendorf. Den Löwenanteil davon hat Wolfgang Marguerre zugesagt. Der Gemeinderat hat – wie auch schon bei der erfolgreichen Sanierung des Theaters – der Übertragung der Stadthalle samt Grundstück auf die Theater- und Orchesterstiftung zugestimmt. Dies bietet steuerliche Vorteile für die Stadt als Bauherrin und ermöglicht zugleich die Einwerbung von Spenden für das Projekt. Verwaltet wird die Stiftung von der Stadt Heidelberg.

Der hohe Sanierungsbedarf in der Stadthalle macht eine zeitnahe Erneuerung des Hauses ab Mitte 2019 erforderlich. Der geplante Umbau der Stadthalle im Inneren soll circa zwei Jahre dauern. Bei einem späteren Sanierungsbeginn könnten bereits vorab zeitweilige Schließungen einzelner Bereiche unvermeidbar sein. Ein weiterer Vorteil dieses Sanierungsbeginns: Parallel dazu wird auch das neue Konferenzzentrum in der Bahnstadt fertiggestellt. Die Synergien und das Vermarktungspotenzial beider Häuser könnten somit ab Betriebsbeginn des Konferenzzentrums optimal genutzt werden. Eine noch zu gründende städtische Betreibergesellschaft soll den Betrieb der Stadthalle im Einklang mit dem neuen Konferenzzentrum übernehmen.

Oft gefragt

Wird die Stadthalle nach der Sanierung zu einem reinen Konzerthaus?

Nein, das Ziel der Sanierung ist es, Verbesserungen für alle Nutzer zu erreichen. Die Stadthalle soll nach der Sanierung mehrere Funktionen erfüllen: als Konzerthaus nach international erstklassigen Standards, als Ort für ein breites gesellschaftliches Veranstaltungsangebot und schließlich auch als Anbieter von Abendveranstaltungen für das neue Konferenzzentrum, das in den kommenden Jahren in der Bahnstadt entsteht.


Von wem kann das zukünftige Konzert- und Kulturhaus genutzt werden?

An der Nutzung der Stadthalle wird sich auch nach der Sanierung kaum etwas ändern. Weiterhin kann und wird die Stadthalle für Konzertveranstaltungen, wie beispielsweise dem Heidelberger Frühling bespielt werden. Aber auch das Hausorchester der Stadt, das Philharmonische Orchester, sowie die vielen kulturellen Initiativen und Vereine, etwa beim Jugendtanztag oder den gesellschaftlichen Bällen, Festen und Empfängen werden das neue Konzert- und Kulturhaus nutzen können.

Nach dem Motto „Tagen im neuen Konferenzzentrum, Feiern in der Stadthalle“ wird die Stadthalle zudem Tagungsgästen bei Abendveranstaltungen eine optimale Ergänzung bieten. Einzig die Konferenzen und Tagungen selbst werden in die Bahnstadt umziehen, wo das neue Konferenzzentrum am Czernyring entsteht.


Welche Arbeiten sind vorgesehen?

Die Fassade der Stadthalle bleibt unangetastet. Die Arbeiten im Inneren gehen lediglich mit geringfügigen Veränderungen einher. Die Stadthalle wird sich dabei wieder stärker an den Originalzustand annähern. Etliche Einbauten aus den 70er und 80er Jahren sollen zurückgebaut werden. Die Bühne behält ihren Ort an der Stirnseite bei. Eine nachträglich eingezogene Rückwand soll jedoch entfernt werden, so dass die ursprüngliche Tiefe für ein großes Orchester wieder ermöglicht wird. Sowohl die Bühne als auch die Sitzreihen sind auf Hubpodien gelagert. Dadurch sind verschiedene Bühnengrößen möglich. Der Zuschauerraum kann wie heute als flaches Parkett oder mit ansteigenden Sitzreihen genutzt werden. Die Ausrichtung der Bestuhlung bleibt ebenfalls bestehen. Einzige Änderung: Die seitlichen Sitze im Parkett sollen nicht mehr quer zur Bühne aufgestellt sondern in einem Winkel von 45 Grad auf die Bühne ausgerichtet werden, um einen besseren Blick zu ermöglichen. Vorteil dieser Maßnahmen sind verbesserte Akustik- und Sichtbedingungen für die Zuschauer.
Zudem sollen durch die Sanierung bessere Zugangsmöglichkeiten zu einzelnen Bereichen der Stadthalle geschaffen werden: Derzeit können Nebenräume nur durch Querung des Großen Saals erreicht werden. Künftig sollen diese Räume – etwa der Merian- und der Ballsaal – unabhängig vom Großen Saal und damit flexibler genutzt werden können. Der Bezug zum Neckar soll ebenfalls gestärkt werden: Hierfür sieht das Konzept vor, den Säulengang (Portikus) zum Fluss hin zu verglasen und die historisch vorhandenen Öffnungen innerhalb der Fassade freizulegen. Zwei neue Aufzüge sollen einen barrierefreien Zugang zu den Garderoben und zum Saalniveau ermöglichen. Auch zwei behindertengerechte Toilettenanlagen sind vorgesehen.


Wie sollen die vielfältigen Nutzungsvarianten ermöglicht werden?

Die unterschiedliche Nutzung der Stadthalle soll unter anderem durch den Einbau von Hubböden gewährleistet werden. Damit sind sowohl ansteigende Sitzreihen möglich als auch eine durchgehende Ebene. Die Bühne behält ihren Ort an der Stirnseite bei.


Was wird die Sanierung kosten?

Die Sanierungskosten werden derzeit auf 28 Millionen Euro veranschlagt.


Wie wird die Sanierung finanziert?

Dank äußerst großzügiger Spendenzusagen kann die Theater- und Orchesterstiftung der Stadt die Stadthalle voraussichtlich weitestgehend über Spenden finanzieren. Grundlage für die künftige Nutzung bildet ein Konzept, das von dem renommierten Architektenbüro Waechter + Waechter erstellt wurde. Der Impuls für diese umfassende Lösung zum jetzigen Zeitpunkt geht auf eine Initiative von Mäzenen und Sponsoren des „Heidelberger Frühling“ zurück. Heidelberger Unternehmer unterstützen die angedachte Sanierung mit großzügigen Zusagen. Den Löwenanteil davon hat Wolfgang Marguerre zugesagt.


Wozu muss die Stadthalle an eine Stiftung übergeben werden?

Die Modernisierung soll aufgrund der Finanzierung durch Dritte – wie auch schon bei der erfolgreichen Theatersanierung – über die Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg erfolgen, auf die die Stadthalle samt Grundstück nach Gemeinderatsbeschluss vom 5. Oktober 2017 übertragen wird. Verwaltet wird die Stiftung von der Stadt Heidelberg. Dieses Modell bietet sowohl für die Stadt wie auch für Spender steuerliche Vorteile. Gleichzeitig wird damit die Verwendung der Stadthalle in dieser Form über den Stiftungszweck dauerhaft festgeschrieben.


Wer entscheidet in Zukunft, was mit der Stadthalle passiert?

Weiterhin der Heidelberger Gemeinderat: Die Einflussnahme der Stadt auf die Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg erfolgt über den gemeinderätlichen Haupt- und Finanzausschuss als "oberstes Organ" der Stiftung. Dieser beschließt unter anderem über den Haushaltsplan und erteilte die Maßnahmen- sowie die Ausführungsgenehmigungen für den Umbau der Stadthalle. Damit steuert er auch nach der Übertragung der Stadthalle auf die Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg voll und ganz die weitere Entwicklung der „guten Stube“ Heidelbergs. Verwaltet wird die Stiftung von der Stadt Heidelberg.


Was passiert als nächstes?

Die Stadträtinnen und Stadträte haben mit der Erteilung der Maßnahmengenehmigung im März 2018 den Weg für das Sanierungskonzept frei gemacht. Auf Anregung des Experten- und Nutzerkreises wird das international tätige Ingenieurbüro Müller-BBM GmbH mit dem Akustikgutachten beauftragt. Es zählt zu den weltweit führenden Büros in der Raumakustik und zeichnet sich unter anderem für die Akustik im Bolschoi-Theater in Moskau und im Opernhaus Sydney verantwortlich.

Der hohe Sanierungsbedarf macht eine zeitnahe Erneuerung des Hauses ab Mitte 2019 erforderlich. Der geplante Umbau der Stadthalle im Inneren und deren Weiterentwicklung zum Konzert- und Kulturhaus soll circa zwei Jahre dauern. Bei einem späteren Sanierungsbeginn könnten bereits vorab zeitweilige Schließungen einzelner Bereiche unvermeidbar sein. Eine noch zu gründende städtische Betreibergesellschaft soll den Betrieb der Stadthalle im Einklang mit dem neuen Konferenzzentrum übernehmen, um Veranstaltern von Kongressen, Konzerten und Kulturveranstaltungen alles aus einer Hand anzubieten und weitere Synergien zwischen den Häusern selbst zu schaffen.


Werden die bisherigen Nutzerinnen und Nutzer der Stadthalle in die Planungen zur Sanierung eingebunden?

Ja. Die Stadthalle soll so saniert werden, dass alle bisherigen Nutzerinnen und Nutzer die ,gute Stube Heidelbergs‘ auch in Zukunft in gewohnter Weise nutzen können. Zu diesem Zweck hat die Heidelberg Marketing GmbH einen Experten- und Nutzerkreis eingerichtet. Dabei sind Mitglieder des Philharmonischen Orchesters, Vertreter der Interessensgemeinschaft Karneval- und Brauchtumsveranstaltungen, das Kulturhaus Karlstorbahnhof, Interessengemeinschaft Kultur- und Konzerthaus Stadthalle, Enjoy Jazz, Klangforum, Bürgerstiftung Heidelberg, Internationales Musikfestival Heidelberger Frühling gGmbH, Haus der Jugend und der Stadtteilverein Altstadt/Verein Alt-Heidelberg. Sie haben die bisherige Planung schon intensiv mitbegleitet. Mit Vereinen und Veranstaltern diskutiert Heidelberg Marketing auch bereits Möglichkeiten für alternative Veranstaltungsorte während der Umbauzeit der Stadthalle.