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Rathaus Heidelberg mit Marktplatz (Foto: Diemer)

Koordinierungsstelle

Bürgerengagement

Innerhalb der Stadtverwaltung ist die Koordinierungsstelle Bürgerengagement als zentraler Anlaufpunkt im Referat des Oberbürgermeisters angesiedelt. Heidelberg kann auf eine lange Tradition im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements zurückblicken. Bereits im Jahr 1995 wurde ein Kooperationsvertrag mit dem Sozialministerium Baden-Württemberg und dem Städtetag geschlossen. Als Modellstandort im Städtenetzwerk Baden-Württemberg konnte Heidelberg wesentliche Weichen im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements stellen. In den Jahren 1997 bis 2000 wurde die FreiwilligenBörse (heute: FreiwilligenAgentur) in Kooperation verschiedener Institutionen aufgebaut. Im Jahr 2003 wurde erstmals die Bürgerplakette als neues Anerkennungsformat verliehen. Ebenfalls im Jahr 2003 wurde der Kooperationsvertrag mit der FreiwilligenAgentur vom Gemeinderat beschlossen. Im Jahr 2001 gab es bereits das 1. Heidelberger Konzept zu Bürgerschaftlichem Engagement. Dieses wurde im Jahr 2010 fortgeschrieben. Die Stadt Heidelberg hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Engagierten, Organisationen, Verbänden und der Universität kontinuierlich weiter an neuen Wegen und Formaten der Engagementförderung gearbeitet. Aktuell überarbeitet die Stadt die bestehenden Rahmenkonzeptionen aus dem Jahr 2010 (mehr dazu).

Ausgezeichnet und kontinuierlich weiterentwickelt

Aktueller Prozess zur Fortschreibung des Konzepts für Bürgerschaftliches Engagement aus dem Jahr 2010

Hier finden Sie die Ergebnisse der Online-Befragung zur Engagementförderung in Heidelberg (1021,9 KB). Die Akademie für Ehrenamtlichkeit hat im Auftrag der Stadt Heidelberg im Juli 2019 eine Online-Befragung durchgeführt, um die Perspektive von Vertreterinnen und Vertretern gemeinnütziger Organisationen, Einrichtungen und Vereinen beziehungsweise von engagierten Bürgerinnen und Bürgern in Heidelberg zu erfahren.  

Der Fortschreibungsprozess wurde von der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland belgeitet und gliederte sich in 4 Phasen. Als 5. Phase schließt sich die Überleitung der Ergebnisse des Fortschreibungsprozesses in das neue Konzept für Bürgerschaftliches Engagement (BE-Konzept) der Stadt Heidelberg an. Hier finden Sie die Ergebnisse zur Ideenwerkstatt "Anerkennung für Engagement sichtbar machen und weiterentwickeln (1,919 MB)“ und zur Ideenwerkstatt „Junges Engagement fördern (1,599 MB)". 


Phase 1: Kick-Off des Fortschreibungsprozesses (November 2018 bis März 2019)

Die erste Phase bestand aus:

  • Der Unterlagensichtung durch die Akademie für Ehrenamtlichkeit (November 2018 bis Januar 2019).
  • Der Kick-Off Veranstaltung zur Konzeptfortschreibung mit Schlüsselpersonen (März 2019).

Phase 2: Datenerhebung (Mai 2019 bis September 2019)

Die zweite Phase ist ebenfalls abgeschlossen und bestand aus:

  • Qualitative Expert/innen-Interviews (Mai und Juni 2019).
  • Quantitative Online-Befragungen (Juli 2019)
  • Dem BE-Vernetzungstreffen/Wiederaufnahme des innerstädtischen Austauschs (Juni 2019) 
  • Vorstellung der Ergebnisse der Interviews und der Online-Befragung (September 2019)

Phase 3: Beteiligungsformate (Erstes Halbjahr 2020)

Die dritte Phase besteht aus:

  • Beteiligungsformate/-workshops zur Überarbeitung der Rahmenkonzeption aus dem Jahr 2010 auf Grundlage der bisherigen Ergebnisse:
  • Am Mittwoch, den 22. Januar 2020 um 17.30 Uhr öffentliche Ideenwerkstatt zum Thema "Anerkennung für Engagement sichtbar machen und weiterentwickeln" - Welche spezifischen Formen der Anerkennung wünschen sich freiwillig Engagierte in Heidelberg? 

    Hier finden Sie den Impulsvortrag dieser Ideenwerkstatt.
  • Am Dienstag, den 18. Februar 2020 um 17.30 Uhr öffentliche Ideenwerkstatt zum Thema „Junges Engagement fördern“ - Was wünschen sich junge Menschen, damit sie sich gut in Heidelberg innerhalb und außerhalb bestehender Organisationen engagieren können?
  • Abschlussbericht (2.HJ 2020).

Phase 4: BE-Bericht der Akademie für Ehrenamtlichkeit (Zweites Halbjahr 2020)

Die Akademie für Ehrenamtlichkeit hat im 2. Halbjahr 2020 den Bericht zum Fortschreibungsprozess (BE-Bericht) (3,104 MB) vorgelegt. Dieser enthält die Bestandsaufnahme zum Thema Förderung von Bürgerschaftlichem Engagement in Heidelberg und gibt Hinweise auf Entwicklungsbedarfe sowie Ideen für die Weiterentwicklung. Der Fortschreibungsprozess zeigt eine weitestgehend konstruktive und wertschätzende Zusammenarbeit zwischen städtischen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen sowie breit aufgestellte Angebote zur Förderung von Engagement: Von der Vermittlung in ein Engagement über die Unterstützung bei Fragen und Herausforderungen bis hin zur Würdigung. Neben diesen Erfolgen zeigen sich auch Entwicklungsbereiche, die im fortgeschriebenen BE-Konzept Berücksichtigung finden sollten.
Zentrale Themen sind hier u.a.:

  • Nutzung von Chancen, die sich durch die Digitalisierung bieten
  • der Abbau von bürokratischen Hürden
  • Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere gezielte Informationsvermittlung
  • Diversität fördern
  • der Ausbau von fachlichen Beratungen und die Bereitstellung von Räumlichkeiten
  • bessere Vernetzung der Akteure 

Damit Engagementförderung in Heidelberg ihre Wirkung entfalten kann, sollte sie bewusst als etwas begriffen werden, was von vielen Ebenen in der Kommune umgesetzt wird. Dabei ist das Zusammenwirken der Aktivitäten innerhalb von Organisationen, von zivilgesellschaftlichen Anlaufstellen und städtischen Einrichtungen, von zentraler Bedeutung. Die FreiwilligenAgentur, die sog. Starken Mittler sowie Koordinierungsstelle Bürgerengagement im OB-Referat spielen hier eine wichtige Rolle. Die Aktivitäten der Engagementförderung sollten weiterhin unterschiedliche Akteursgruppen – Einzelengagierte und Initiativen genauso wie Vereine, die bereits seit vielen Jahrzehnten in Heidelberg aktiv sind – berücksichtigen. Denn diese Vielfalt wird Engagement in Heidelberg auch in den kommenden Jahren kennzeichnen.
 
Es sei darauf verwiesen, dass dieser Bericht nicht das neue „BE-Konzept“ der Stadt Heidelberg ist, sondern eine Zusammenfassung der Ergebnisse und Erkenntnisse des Fortschreibungsprozesses. Der Bericht zeigt die wesentlichen Themen und Entwicklungsmöglichkeiten der Engagementförderung in Heidelberg auf und verweist beispielhaft auf die Vielfalt der vorhandenen Aktivitäten und der möglichen Maßnahmen für die Zukunft. Die Aufgabe wird nun sein, die vorliegenden Ergebnisse, Einschätzungen und Empfehlungen zu bewerten, zu priorisieren und die relevanten Punkte in das neue Konzept zu überführen.


Phase 5: BE-Konzept der Stadt Heidelberg

Auf Grundlage der Erkenntnisse des vorliegenden Berichtes der Akademie für Ehrenamtlichkeit soll im 1. Halbjahr 2021 das fortgeschriebene Konzept für Bürgerschaftliches Engagement (BE-Konzept) der Stadt Heidelberg auf den Weg gebracht und politisch verabschiedet werden. Das fortgeschriebene BE-Konzept soll die Stadt Heidelberg und die Politik unterstützen, die Engagementförderung in den kommenden Jahren weiterhin so ernst zu nehmen, wie dies bislang der Fall war und dabei an den richtigen Stellschrauben zu drehen, um neue Prozesse anzustoßen.