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Autorenporträts

Bernhard Schlink

*06. Juli 19441944 als Sohn eines Theologieprofessors in Bielefeld geboren, wuchs Bernhard Schlink mit drei weiteren Geschwistern in Heidelberg auf. Nach dem Abitur folgte ein Jura-Studium in Heidelberg und Berlin. 1968 und 1972 legte er die juristischen Staatsprüfungen ab. 1975 Promotion in Heidelberg, 1981 Habilitation an der Universität Freiburg im Breisgau. Dozententätigkeit 1982 bis 1991 an den Universitäten Bonn und Frankfurt am Main. 1988 - 2005 war er Richter am Verfassungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen in Münster. 1991 - 2009 Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität in Berlin. 2005 vertrat er die Regierung Schröder im Verfahren um die Auflösung des Bundestags vor dem Verfassungsgericht. 1987 veröffentlichte Schlink erstmals gemeinsam mit seinem Kollegen Walter Popp den im Rhein-Neckar-Raum spielenden Kriminalroman "Selbs Justiz" (1991 verfilmt), der mit den danach erschienenen Romanen "Selbs Betrug" und "Selbs Mord" die "Selb-Trilogie" bilden. Der internationale Durchbruch gelang Schlink 1995 mit der Veröffentlichung seines Romans "Der Vorleser", der die Bestseller-Listen eroberte, in 50 Sprachen übersetzt und 2009 mit Stars wie Kate Winslet und Ralph Fiennes verfilmt wurde. Schlink lebt heute in Berlin und New York.

Mitgliedschaften

PEN-Zentrum Deutschland

Auszeichnungen

  • 1989 Friedrich-Glauser-Preis der "Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur" - das Syndikat für "Die gordische Schleife"
  • 1993 Deutscher Krimi-Preis für "Selbs Betrug"
  • 1995 Stern des Jahres der Münchner Abendzeitung für "Der Vorleser"
  • 1997 Grinzane-Cavour-Preis (Italien) für "Der Vorleser"
  • 1997 Prix Laure Bataillon (Frankreich) für "Der Vorleser". (Auszeichnung für den Autor sowie für den Übersetzer Bernard Lortholary)
  • 1998 Hans-Fallada-Preis für "Der Vorleser"
  • 1999 WELT-Literaturpreis für sein literarisches Werk
  • 2000 Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft
  • 2000 Evangelischer Buchpreis für "Der Vorleser"
  • 2000 Sonderkulturpreis der japanischen Tageszeitung Mainichi Shimbun, der jedes Jahr an einem japanischen Buchbestseller vergeben wird, für "Der Vorleser"
  • 2002 Ritter der französischen Ehrenlegion
  • 2004 Bundesverdienstkreuz (1. Klasse)
  • 2014 Park-Kyung-ni-Literaturpreis (international / Korea)

Veröffentlichungen

  • Selbs Justiz. Kriminalroman. Bernhard Schlink und Walter Popp. Zürich: Diogenes, 1987.
  • Die gordische Schleife. Kriminalroman. Zürich: Diogenes, 1988.
  • Selbs Betrug. Kriminalroman. Zürich: Diogenes, 1992.
  • Der Vorleser. Roman. Zürich: Diogenes, 1995.
  • Liebesfluchten. Erzählungen. Zürich: Diogenes, 2000.
  • Selbs Mord. Kriminalroman. Zürich: Diogenes, 2001.
  • Die Heimkehr. Roman. Zürich: Diogenes, 2006.
  • Das Wochenende. Roman. Zürich: Diogenes, 2008.
  • Sommerlügen. Erzählungen. Zürich: Diogenes, 2010.
  • Gedanken über das Schreiben. Heidelberger Poetikvorlesungen. Zürich: Diogenes, 2011.
  • Die Frau auf der Treppe. Roman. Zürich: Diogenes, 2014.
  • Olga. Roman. Zürich: Diogenes, 2018.

Hörbücher

  • Liebesfluchten. CDs. Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2000.
  • Selbs Mord. Kassetten. Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2003.
  • Die gordische Schleife. CDs. Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2004.
  • Der Vorleser. CDs. Zürich: Diogenes, 2005.
  • Die Heimkehr. CDs. Zürich: Diogenes, 2006.
  • Der Seitensprung: eine Geschichte. CD. Zürich: Diogenes, 2007.
  • Das Wochenende. CDs. Zürich: Diogenes 2008.
  • elb-Trilogie: Selbs Justiz, Selbs Betrug, Selbs Mord. MP3-CDs. Zürich: Diogenes 2008.
  • Sommerlügen. CDs. Zürich: Diogenes 2010.
  • Selbs Justiz. CDs. Zürich: Diogenes 2011.
  • Die Frau auf der Treppe. Roman. CDs. Zürich: Diogenes 2014.

Verfilmungen

  • 1991 Der Tod kam als Freund (Vorlage: Selbs Justiz, ZDF).
  • 2008 Der Vorleser (The Reader).
  • 2008 Der Andere (The Other Man).
  • 2013 Das Wochenende (The Weekend).

Genre

Roman, Erzählung, Essays.

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