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Jean-Michel Räber

Jean-Michel Räber (Foto: Buck)

*11.10.1959
Jean-Michel Räber, geboren in Zürich, wurde quasi zum Theater gezwungen. „Gibt es einen sichereren, Erfolg-Ruhm-Reichtum versprechenderen Beruf als den des Schauspielers?“, fragte ihn sein Vater anlässlich der Drittbesteigung des Matterhorns. „Nein, Vater.“ „Na also, auf geht's.“ Worauf der jugendliche Held kurz darauf begann, das menschliche Theater mit all seiner Grausamkeit zu studieren. Dafür eignet sich ja bekanntlich nichts besser als das Kindertheater. Zum Beispiel in Chur oder in Esslingen am Neckar. Äußerlich und innerlich gereift, reiste der immer noch nicht diplomierte Mime nach Bologna, zur Scuola di Teatro di Bologna. Zwei Jahre später, immer noch ohne Abschluss, direkt nach Mexiko. Mexiko City erwies sich theatralisch als zu provinziell, worauf sich Essen als Alternative anbot. Es folgten Metropolen wie Göttingen, Ulm, Mannheim, Kaiserslautern, Freiburg, Oberhausen, Konstanz, Heidelberg. Eines Tages begann er aus purer Verzweiflung ein Theaterstück zu schreiben. Seitdem kann er es nicht mehr lassen. Seit etwa 30 Jahren ist Heidelberg der Hauptwohnsitz des Schauspielers und Autors.

Auszeichnungen

  • 2006 Baden-Württembergischer Jugendtheaterpreis
  • 2011 Publikumspreis Autorenwettbewerb Konstanz-St. Gallen

Theaterstücke

  • Endstation Pasta (UA: Theater Heidelberg, 1994)
  • Das brennende Dorf nach Lope de Vega (UA: Freilichtspiele Lübtheen, 2000)
  • Halt Heidelberg Theater Soap (UA: Theater Heidelberg, 2001)
  • Nettis Nacht Kindertheater (UA: Staatstheater Karlsruhe, 2003)
  • Bis in die Wüste (UA: Stadttheater Giessen, 2007)
  • Unter Palmen Komödie (UA: Klibühni Chur (CH), 2008)
  • Liebsleiden, die Leben der Marie M. (UA: Burgfestspiele Freudenberg, 2009)
  • Heimat Fertig Los ein Abend über Hier und Dort (UA: Commedia Adebar Uznach (CH), 2009)
  • Die Frau in Weiß nach Wilkie Collins (UA: Burgfestspiele Freudenberg, 2013)
  • Frühlingserwachen frei nach Frank Wedekind (UA: Junges Theater KEN Zürich (CH), 2014)
  • R&J frei nach W. Shakespeare (UA: Junges Theater KEN Zürich (CH), 2015)
  • Warten auf der Wartegg (UA: Theater Sinnflut Rorschach (CH), 2015)
  • Tells Welle (UA: Junges Theater KEN Zürich (CH), 2016)
  • Rapunzel Singspiel (UA: Theater BAAL novo Mannheim, 2016)
  • Spuren (UA: Junges Theater KEN Zürich (CH), 2017)
  • Das Weismann Projekt (UA: Junges Theater KEN Zürich (CH), 2019)
  • Gehen oder der 2. April (UA: Hans Otto Theater Potsdam, 2019)
  • Irgendwie Anders Singspiel nach dem Kinderbuch von Cathryn Cave und Chris Riddell (UA: Theater Ingolstadt, 2019)

Texte für Revuen

  • Schlaflos in Schwaben (UA: LTT Tübingen, 1997)
  • Cinema Pianissimo (UA: Theater Freiburg, 1998)
  • Broccoli und Abendrot (UA: Theater Freiburg, 1998)

Hörspiele

  • Caresser un Mouton Kurzhörspiel (Ursendung: RSR (CH-franz.), 2000)
  • Harry Stahl satirische Kriminal-Kurzhörspiele (Ursendung: WDR, 2001)
  • Harry Stahl, Liebe versetzt Berge (Ursendung: DRS 1, 2008)
  • Triemli, Tröim, Tragödie Musils sechster Fall, Co-Autor Fritz Zaugg (Ursendung: DRS 1, 2008)
  • Harry Stahl, Daten, Müll und Tod (Ursendung: DRS 1, 2011)
  • Dreck am Stecken Musils achter Fall (Ursendung: SRF 1, 2014)
  • Gehen oder der 2. April (Ursendung: MDR, 2018)

Genre

Theatertext, Revuetext, Hörspiel.

Kontakt / Adresse

Jean-Michel Räber
Am Rohrbach 5
69126 Heidelberg
Fon/Fax 06221 183245
Mobil: 0172 9075546
E-Mail: mail@jean-michel-raeber.de

Internet

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